6 mögliche Ziele Deiner Website

von | Sep 6, 2021 | SEO, Website-Tipps | 0 Kommentare

Vielleicht hast du dich gerade selbstständig gemacht, ein Geschäft oder Restaurant eröffnet oder einen kleinen Onlineshop bei Etsy auf die Beine gestellt und fragst dich jetzt, ob es Sinn macht, dafür noch eine Website zu erstellen?

Ich weiß, als Selbstständige haben wir auch ohne eigene Website schon genug Dinge zu tun und genug Tools und Programme, die uns täglich beschäftigen. Braucht es da wirklich noch eine eigene Website?

Die Antwort aus meiner Sicht ist ganz klar: Ja!

So kann deine Website für dich arbeiten: 6 mögliche Ziele einer Website (+ Ideen zur Umsetzung)

Deshalb möchte ich dir in diesem Beitrag zeigen, wie du mit deinem Business von einer eigenen Website profitieren kannst und welche Ziele eine Website erfüllen kann. Denn wenn du es geschickt anstellst, dann ist eine Website kein weiterer Punkt auf deiner To-Do-Liste, sondern sie kann dir wirklich Arbeit abnehmen – und dabei mit deinen anderen Programmen (z.B. für Buchhaltung, Kalender, Buchungssysteme, …) Hand in Hand zusammenarbeiten.

Damit du dir besser vorstellen kannst, wie eine Website dir dabei helfen kann, dein(e) Ziel(e) zu erreichen, habe ich jeweils zwei Umsetzungsideen für dich, wie du starten kannst.

Website-Ziel #1: Steigere die Bekanntheit deines Unternehmens

Das Hauptziel, das viele Unternehmer:innen mit ihrer Website verfolgen, ist, die Bekanntheit des Unternehmens zu steigern. Dieses Ziel ist absolut naheliegend. In einer Befragung aus dem Jahr 2020 geht hervor, das knapp 31 Millionen Menschen in Deutschland mehrmals täglich das Internet nutzen.

Eine eigene Website ist der Einstiegspunkt, damit dein Unternehmen überhaupt online sichtbar werden kann. Nur so kannst du die Möglichkeiten, die das Internet bietet, auch wirklich nutzen.

Umsetzungsidee #1: Suchmaschinenoptimierung

Google, die mit Abstand bekannteste und größte Suchmaschine, hat 2019 pro Tag weltweit knapp 3,5 Milliarden Suchanfragen verarbeitet. Damit auch dein Unternehmen von dieser Reichweite profitieren kann, kannst du deine Website für Suchmaschinen optimieren, um besser gefunden zu werden.

Suchmaschinenoptimierung (auch SEO genannt) ist dabei kostenlos, d.h. du musst kein Geld bezahlen, um bei Google auf Seite 1 zu landen. Da SEO ein komplexes Thema ist, würde ich dir aber empfehlen, dafür entweder eine:n Expert:in (wie z.B. Kristin, deren Blog du gerade bist) zu buchen oder dich selbst einzuarbeiten.

Du fragst dich, ob sich das wirklich lohnt? Aus eigener Erfahrung aus der Arbeit mit meinen Kund:innen kann ich dir sagen, dass es auch für Anfänger und „kleine“ Unternehmen absolut möglich ist, durch gutes SEO auch langfristig mehrere tausend Besucher:innen pro Monat auf die eigene Website zu bekommen. Überlege dir, was du normalerweise investieren müsstest, um so viele Menschen zu erreichen – und dann frage dich nochmal, ob SEO sich wirklich lohnt.

Umsetzungsidee #2: Mache Social Media Follower:innen zu Website-Besucher:innen und anders herum

Du hast für dein Unternehmen bereits eine Facebook Page oder ein anderes Social Media Profil erstellt? Dann ist eine eigene Website die perfekte Ergänzung dazu.

Während Beiträge, die du für Social Media erstellst, in der Regel nur kurzlebig und schwer wiederzufinden sind, bleiben die Inhalte auf deiner Website dauerhaft bestehen. Jede Social Media Plattform bietet dir die Möglichkeit, dort deine Website zu hinterlegen, so dass Interessent:innen, die dich über Social Media finden, direkt dorthin finden und sehen, was du anbietest.

Genauso kannst du von deiner Website auch auf deine Social Media Profile verlinken. Dadurch bekommst du mehr Follower:innen und erhöhst deine Reichweite weiter.

Website-Ziel #2: Sammle E-Mail-Adressen von Interessent:innen (und Kund:innen)

Natürlich ist es schön, wenn du durch deine Website die Bekanntheit deines Unternehmens steigern kannst. Noch schöner ist es, wenn potenzielle Kund:innen direkt ihre Kontaktdaten hinterlassen, damit du sie jederzeit erreichen kannst. Deshalb ist die sogenannte Leadgenerierung (Marketing-Sprech für E-Mail-Adressen sammeln) ebenfalls ein sehr beliebtes Ziel einer Website.

Dieses Ziel ist für dich besonders interessant, wenn du bereits regelmäßig Newsletter versendest, denn dann kannst du Interessent:innen direkt in den Verteiler aufnehmen und sie so auf dem Laufenden halten.

Umsetzungsidee #3: Binde die Anmeldung auf deine Website ein

Nutzt du bereits ein Newsletter-Tool, kannst du dieses ganz einfach mit deiner Website verknüpfen. Bei allen gängigen Newsletter-Anbietern kannst du mit wenig Aufwand Anmeldeformulare erstellen, die du in deine Website einfügen kannst. Willst du es dir ganz einfach machen, kannst du auch einfach von deiner Website auf das Anmeldeformular verlinken.

Ist Leadgenerierung dein Ziel, sollte die Anmeldung zum Newsletter auf deiner ganzen Website präsent sein und im besten Fall von jeder Unterseite aus direkt zu erreichen sein.

Umsetzungsidee #4: Biete Website-Besucher:innen ein Dankeschön für die Anmeldung

E-Mail-Adressen sind wertvoll und verständlicherweise geben viele Menschen ihre E-Mail-Adresse nicht ohne Weiteres heraus. Wie also kannst du Interessent:innen zeigen, dass es dir ernst ist und sie dir vertrauen können?

Die Lösung sind sogenannte Freebies. Dabei erstellst du ein kleines Angebot, das du Interessent:innen als Dankeschön für die Anmeldung zum Newsletter kostenlos zur Verfügung stellst. Dabei entsteht eine Win-win-Situation: Deine Newsletter-Liste wächst und Interessent:innen können im Gegenzug bereits kostenlos von deiner Expertise profitieren.

Auch hier gilt wieder: Schau, dass dein Freebie auf deiner ganzen Website präsent ist und die Anmeldung mit möglichst wenig Aufwand erfolgen kann.

Website-Ziel #3: Finde neue Kund:innen

Reichweite ist gut, Newsletter-Abonnent:innen sind besser, aber am Ende zählt das, was unterm Strich rauskommt. Und das sind im besten Fall neue Kund:innen. Deshalb ist Kund:innen-Gewinnung natürlich auch ein solides Ziel einer Website.

Damit du dieses Ziel erreichen kannst, solltest du eine Sache im Hinterkopf behalten: Mach es deinen Kund:innen so einfach wie möglich, bei dir zu kaufen.

Umsetzungsidee #5: Integriere deinen Onlineshop direkt in deine Website

Wenn du Produkte hast, die du gut online verkaufen kannst, dann solltest du in deine Website auf jeden Fall einen Onlineshop einbinden. Keine Angst, das ist viel einfacher, als es sich anhört. Je nachdem, welches System du verwendest, brauchst du oft nicht mehr als Bilder und Beschreibungen deiner Produkte und ein Paypal-Business-Konto, das du hinterlegen kannst.

Hast du bereits einen Onlineshop, z.B. bei etsy, dann kannst du diesen auch direkt auf deiner Website verlinken, so dass Interessent:innen mit einem Klick in deinem Onlineshop landen und dort zu Kund:innen werden können.

Umsetzungsidee #6: Mach deine Angebote dauerhaft verfügbar

Stell dir vor, jemand ist auf deiner Website (oder in deinem Geschäft), ist begeistert von dem, was du anbietest, möchte am liebsten sofort kaufen und dann … ist dein Angebot gerade nicht verfügbar. Egal, ob deine Produkte gerade ausverkauft sind oder du z.B. Live-Trainings anbietest, die nur zu bestimmten Zeitpunkten stattfinden, leider kommen solche Situationen immer wieder vor.

Auch in diesem Fall kann deine Website dir helfen. Die betroffenen Kund:innen können dort z.B. das Produkt vorbestellen oder sich auf eine Warteliste eintragen (über ein E-Mail-Formular, s.o.), sodass sie direkt davon erfahren, wenn dein Angebot wieder verfügbar ist.

Website-Ziel #4: Halte deine Kund:innen auf dem Laufenden

Dieses Ziel einer Website ist besonders relevant für alle, die keinen Onlineshop nutzen. Bist du darauf angewiesen, dass Kund:innen tatsächlich zu dir in deinen Laden, dein Restaurant, deine Praxis etc. kommen, dann stelle alle wichtigen Informationen dazu auf einen Blick online bereit.

Sorge dafür, dass Interessent:innen jederzeit herausfinden können, wo dein Geschäft ist, wann es geöffnet ist, welche Angebote im Moment (nicht) verfügbar sind und wie sie dich erreichen können.

Umsetzungsidee #7: Erstelle einen Mini-Newsticker

Gerade im Zeitalter von Corona ist die Verwirrung oft groß. Ein Newsticker bietet dir die Möglichkeit, deine Kund:innen über die aktuelle Lage zu informieren: Gibt es geänderte Öffnungszeiten? Gelten Beschränkungen? Bietest du alternative Bestellwege an? Ist eine Anmeldung erforderlich?

Du kannst Newsticker zum Beispiel auch dafür nutzen, Kund:innen auf Sonderangebote hinzuweisen, Urlaubszeiten rechtzeitig bekanntzugeben oder Stellenausschreibungen zu teilen.

Umsetzungsidee #8: Stelle aktuelle Informationen zum Download bereit

Du kannst deine Website auch dazu nutzen, Dokumente hochzuladen, die für deine Website-Besucher:innen interessant sein können. Bei vielen Restaurants ist zum Beispiel die Speisekarte online zu finden. Erstellt dein Unternehmen (oder Verein) regelmäßige Monats- oder Quartalsberichte, Jahresrückblicke, Mandanteninformationen oder ähnliches, so kannst du solche auf diesem Weg ebenfalls bereitstellen.

Website-Ziel #5: Termine managen

Wenn du mit deinem Unternehmen Veranstaltungen organisierst oder Einzel- bzw. Gruppenberatungen o.ä. anbietest, dann kann deine Website dir dabei helfen, die Organisation effizienter zu gestalten und dir und deinen Kund:innen immer einen Überblick über alle Termine zu geben.

Umsetzungsidee #9: Stelle einen Veranstaltungskalender bereit

Die einfachste Art und Weise, dieses Ziel umzusetzen, ist ein Veranstaltungskalender. Ähnlich wie beim Onlineshop bieten die meisten Website-Systeme hier bereits vorgefertigte Möglichkeiten. Oft ist es dabei auch möglich, die Termine mit den im Unternehmen verwendeten Online-Kalendern (z.B. Google Calendar, Outlook etc.) zu synchronisieren, so dass alles immer auf dem aktuellen Stand ist.

So können Interessent:innen jederzeit nachschauen, wann welche Veranstaltung stattfindet und sich so auch über mögliche Terminänderungen oder -absagen informieren.

Umsetzungsidee #10: Ermögliche die Terminbuchung direkt auf deiner Website

Möchtest du noch einen Schritt weiter gehen, kannst du auf deiner Website auch die Möglichkeit zur Verfügung stellen, dass Kund:innen und Klient:innen sich direkt (freie) Termine buchen können.

Für größere Veranstaltungen kannst du dabei z.B. auf Ticket-Anbieter wie z.B. Eventim (light) zurückgreifen. Bietest du Einzelberatungen oder -sprechstunden an, gibt es dafür ebenfalls gute Buchungstools, die du nutzen kannst, die sich im besten Fall direkt mit deinen verwendeten Systemen abgleichen.

Website-Ziel #6: Interagiere mit deinen Leser:innen

Auch wenn es häufig so scheint, muss eine Website kein einseitiger Kommunikationskanal bleiben. Genauso kannst du es dir zum Ziel setzen, deine Website-Besucher:innen zu Wort kommen zu lassen und ihnen die Möglichkeit zu geben, Fragen zu stellen, dir Feedback zu geben und miteinander zu kommunizieren.

Bonuspunkt: Interaktionen werden von Google in der Regel als Zeichen dafür gesehen, dass eine Website vertrauenswürdig und relevant ist, d.h. je mehr auf deiner Seite kommentiert und geklickt wird, desto weiter vorne landet sie letztlich auch in den Suchergebnissen.

Umsetzungsidee #11: Erstelle Feedback-Formulare

Gibt es ein Thema, zu dem dich die Meinung deiner Website-Besucher:innen besonders interessiert, dann kannst du dazu ein kleines Quiz oder ein Feedback-Formular erstellen. Die Nutzer:innen können dabei (wenn du das möchtest sogar anonym) ihre Meinung sagen und du bekommst eine bessere Idee davon, wie deine Zielgruppe denkt oder was sie sich wünscht.

Umsetzungsidee #12: Aktiviere die Kommentarfunktion für deinen Blog

Viele Unternehmer:innen haben auf ihrer Website einen Blog, auf dem sie Tipps, Neuigkeiten und Wissenswertes aus ihrer Branche oder zu ihrem Unternehmen teilen (wie zum Beispiel dieser Blog hier). Um Leser:innen die Möglichkeit zu geben, ihre Meinung zum Thema zu sagen oder Fragen zum Beitrag zu stellen, bieten viele Blogs die Möglichkeit einer Kommentarfunktion.

Wenn du auf deiner Website einen Blog hast (oder planst, einen zu haben), kannst du diese Funktion für deine Beiträge aktivieren. Damit Leser:innen auch wirklich kommentieren, lohnt es sich, am Ende des Beitrags einen sogenannten Call to Action einzubauen, d.h. eine konkrete Frage zu stellen oder direkt zum Kommentieren aufzufordern.

Du bist dran

Ich habe dir in diesem Beitrag verschiedene Ziele einer Website gezeigt und dir Vorschläge gemacht, wie du diese erreichen kannst. Ich hoffe, dadurch ist dir etwas klarer geworden, warum es sich auf jeden Fall lohnt, eine Website zu haben und wie diese für dich arbeiten kann.

Wenn du noch gar keine Website hast, dann ist jetzt die Zeit, damit zu starten.

Wichtig: Um den „Berg“ möglichst klein zu halten, entscheide dich zunächst für EIN Ziel und dazu passend EINE Idee, die du umsetzen möchtest. Orientiere dich dabei an deinem Unternehmen: Welches Ziel ist für dich besonders relevant? Womit kann deine Website dich jetzt gerade am meisten unterstützen?

Fazit

An einer eigenen Website führt aus meiner Sicht kein Weg vorbei. Ich verspreche dir: Die Erstellung ist dabei oft viel einfacher, als du denkst. Es gibt inzwischen viele Pagebuilder und sogenannte Content Management Systeme, mit denen du dir auch ohne lange Einarbeitungszeit eine passende Website erstellen kannst.

Ist der Anfang einmal gemacht, bietet eine eigene Website dir viele tolle Möglichkeiten, die du nach und nach umsetzen kannst. Fang am besten erstmal klein an und integriere dann nach und nach weitere Funktionen und Ziele.

Sarah Osenberg Gastartikel Ziele einer Website

Wer schreibt hier?

Hi, ich bin Sarah und ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, Online-Business-Technik möglichst verständlich zu erklären. Auf meinen Blog „Losprobiert“ teile ich regelmäßig Tipps, Tricks und inspirierende Geschichten rund um’s Online-Business und die Technik dahinter.

Immer wieder sehe und höre ich, wie tolle Unternehmer:innen tolle Ideen nicht umsetzen, weil sie Angst vor der Technik haben. Ich finde: Das darf nicht sein. Deshalb gilt bei mir das Motto: Aha-Momente statt Technik-Frust. Ich möchte, dass du dich nicht länger von der Technik aufhalten lässt, sondern wir gemeinsam deine Ideen umsetzen.
Du hast noch Fragen zum Beitrag oder möchtest Feedback geben? Dann melde dich gerne bei mir an sarah@losprobiert.de. Ich freue mich, von dir zu hören.

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